Sinnstiftende USV

Sonntag, 15 Februar 2015 13:58 geschrieben von 
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Der Projektleiter stellt fest, sein Auftraggeber hat eine Stromversorgungserweiterung (USV) mit Servern verkauft, die man gar nicht an die Server anschliessen kann. Eigentlich ist man verpflichtet, den Umstand sofort zu diskutieren, denn jemand etwas zu verkaufen, das den versprochenen Nutzen nicht erbringt, ist schlicht Betrug Gedankenlosigkeit.

Eine USV ist einfach eine Batterie mit beigefügter Software und Wechselrichter. Die Software prüft den Ladezustand der Batterie und kümmert sich darum, dass die Batterie immer voll geladen ist.

Wenn nun die Unterbrechung der Stromversorgung eintritt, so wird der Batterie die Energie solange Querdenkenentzogen, bis die Batterie erschöpft ist. Kurz zuvor bekommen die angeschlossenen Rechner über eine Signalleitung einen Impuls, der sagt, in Kürze ist der Strom weg, der Server möge sich herunterfahren.

Wenn genau diese Signalleitung an die Server nicht angeschlossen werden kann, ist die Behauotung, durch die USV werde eine Beschädigung der Serverfestplatten vermieden, schlicht falsch.

Wenn Sie nun als Projektleiter entdecken, die Signalleitung der USV kann an die gelieferten Server nicht eingesteckt werden, müssen Sie sofort handeln und das Thema zur Sprache bringen.

Zum Betrieb einer USV gehört auch dazu, ein Betriebskonzept zu haben. Wenn es dies nicht gibt, muss der Projektleiter dieses Betrriebskonzept erstellen. Dazu gehört eine Festlegung, wie lange durch die USV überbrückt werden muss, welche Geräte dabei an die USV angeschlossen werden dürfen und daraus folgt auch, in welchen Zeitabständen die Batterie ausgetauscht werden muss.

Kann oder will man all dies nicht leisten, darf man aus meiner Sicht keine USV liefern. Daher muss der Projektleiter hier klare Verhältnisse herstellen.

Für mich war es interessant festzustellen, daß man einem korrekten Projektleiter die Behandlung des Themas übel genommen hat. Noch interessanter war festzustellen, dass die anderen ITK Projektleiter nichts von den Notwendigkeiten um das Thema USV wussten.

Querdenken oder paralleles Denken verhinderte hier zwar 500.000 Euro Umsatz, aber kompensieren 500.000 Euro Mehrumsatz gegebenenfalls entgangenen Gewinn aus Vertrauensverlust?

Denken Sie aber bitte nicht, laterales Denken sei teuer. Das Gegenteil ist richtig.

Gelesen 6490 mal Letzte Änderung am Sonntag, 15 Februar 2015 16:15
Michael Schmid

Ich bin Inhaber der Firma it-dialog e.K. und entwickle seit 30 Jahren Produkte und leite seit 25 Jahren Projekte im Umfeld IT, Telekommunikation und Unternehmensorganisation, gerne auch als Interim Manager. Meine Erfahrung kombiniert mit Ereignissen der Gegenwart beschreibe ich journalistisch als Zeitzeuge; gerne über Dinge, die aus meiner Sicht auch besser laufen könnten. Ich hoffe auf Interessenten und Diskutanten

Webseite: www.it-dialog.com

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