Kümmerer Selbständigkeit

Samstag, 09 Dezember 2017 08:30 geschrieben von 
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Michael Schmid bei der Arbeit an seinem Produkt. Michael Schmid bei der Arbeit an seinem Produkt. Cincom Frankreich

Wieso mischt sich ein gut situierter, selbständiger Unternehmer in eine Diskussion mit solchen Leuten wie Schulz oder Nahles ein? Diese Leute haben es geschafft, durch bewußt gehalten Rechtsunsicherheit dafür zu sorgen, daß Selbständige in Deutschland ausgetrocknet werden.

Die Frechheit der SPD-Genossen ist dann, auf Parteitagen (Dez.2017, ob man nun doch GroKo machen will), von Prekariat zu faseln.

Warum wirkt sich das auf Digitalisierung negativ aus? Für die Digitalisierung braucht es hervorragend arbeitende agile Teams. Es ist nicht einfach, solche Teams zusammen zu bekommen. Das ist eine hervorragenden Dienstleistung für digitalisierungswillige Firmen. Die Herausforderung liegt auch darin, ein gutes Entwicklungsprojekt nach dem laufenden Projekt in der Hinterhand zu haben. Digitalisierungswillige Firmen haben dies aber nur sehr zum Teil.

Gibt es Alternativen? Ja, die gibt es, aber es sind zu wenigen und die sind zu wenig diversifiziert. Es sind Workspaces. Für alle gilt: Komplexe Aufgaben können nur mit Teams und Schwarmintelligenz gebaut werden. Es sind noch mehrere Menschen dazu nötig, als nur Programmierer. Da kommen diejenigen dazu, welche dafür sorgen, dass die Systeme nach programmieren sofort verfügbar sind. Man nennt sie DevOps. Productowner, SCRUM Master sind alle Teil solcher Teams.

Dank SPD und Nahles kann man solche Teams aber nicht zusammenstellen und dann wirkungsvoll in Unternehmen einsetzen. Ist man fertig, macht man im nächsten Unternehmen weiter. Die fähigen Selbständigen, die man braucht, sind angstvoll in einer Nische, d.h.zwangsweise in einem Unternehmen gelandet, wo sie hoffnungslos und jammervoll intellektuell eingehen.

Die Frechheit ist, die SPD hat dafür gut gesorgt, damit diese Situation entsteht, nachdem sie in 2003 den in 2000 von der SPD eingeführten Kriterienkatalog wieder zurückgenommen hat. Seitdem ist Deutschland in Rechtsunsicherheit. Doch die deutsche Gerichtsbarkeit kümmert sich nun um Klärung, indem sie die Arbeit des Gesetzgebers nun macht.

Firmen haben trotzdem noch Angst vor der drohenden Gefahr, Programmierer fest einstellen zu müssen und saftige Strafen zu bezahlen. Prorgammierer wollen nur in den seltensten Fällen fest angestellt sein. Sie SIND selbständig und reifen an Erfahrungen von überall her. Aber die SPD vergleicht solche Leute lieber mit Paketboten (nix gegen Paketboten, die sind toll und einfach anders).

Der Horizont bei der SPD reicht von unten bis zur Braunkohle. Alles darüberhinaus scheint für diese Leute unbegreiflich. Daher auch so harte Worte, wie "auf die Fresse hauen" oder so Kindergarten: "Bätschi"; alles vom Spitzenpersonal, hier Frau Nahles.

Solange wir die SPD nicht auf den Mond schießen, hilft nur auswandern.

(Die Abbildung zeigt mich um 1988. Verantwortlich für das Softwareprodukt M/GRAF, Zusammenführung von Grafik und Text vor Winword sozusagen. Das Betriebssystem war entweder der Großrechner oder hier OS/2. Der Drucker war ein Canon Laser-Drucker) Vom Prgrammierer zum Entwicklungsleiter.....

Gelesen 920 mal Letzte Änderung am Samstag, 09 Dezember 2017 16:22
Michael Schmid

Ich bin Inhaber der Firma it-dialog e.K. und entwickle seit 30 Jahren Produkte und leite seit 25 Jahren Projekte im Umfeld IT, Telekommunikation und Unternehmensorganisation, gerne auch als Interim Manager. Meine Erfahrung kombiniert mit Ereignissen der Gegenwart beschreibe ich journalistisch als Zeitzeuge; gerne über Dinge, die aus meiner Sicht auch besser laufen könnten. Ich hoffe auf Interessenten und Diskutanten

Webseite: www.it-dialog.com

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