Schule und Computer

Donnerstag, 12 Februar 2015 13:03 geschrieben von 
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Es ist immer wieder lustig, mit welchem Eifer, ja sogar Nachdruck, Eltern den Gebrauch von Computern und iPads in der Schule fordern. Bei der Sucht, diese Frage zu beantworten, stosse ich immer wieder an die Frage, ob die Eltern das nur deshalb machen um ihre finanzielle Potenz spazieren zu führen, oder ob es ihnen tatsächlich um das Wohl der Kinder geht oder ob sie eher einer großen Anzahl an Scheinargumenten aufsitzen.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer hat das Buch "Digitale Demenz" geschrieben. Herr Spitzer behauptet dabei im Grunde, die Computer (und Medien) schaden mehr als nützen. In diesem Fernsehtalk mit Markus Lanz gibt es eine spannende Diskussion, in der Herr Berben verzweifelst versucht, die Argumentation der Medienkompetenz zu unterstützen, während Herr Spitzer versucht, die Gefährlichkeit zu zeigen.

In meiner Sicht spiegelt Herrn Berbens Angst, Computer falsch zu bedienen die Meinung der beiten Masse wider. UNd weil er wahrscheinlich Computer falsch bedient, meint er, Computerbedienung sei für Medienkompetenz wichtig.

Wenn also Eltern selbst PowerPoint nicht bedienen können und daher fordern, sowas müsste Schulfach sein, nehmen sie billigend mehrere negative Auswirkungen der Computerbedienung billigend in Kauf.

Wer quer (hier zur Volksmeinung) denkt, kämpft gegen die Angst der Menschen und kann daher nur unter Umständen gewinnen.

Genau das ist aber auch in Unternehmen so.

Ich kann weder bei meinen Kindern noch Erwachsenen feststellen, dass der sie Gebrauch eines Computers irgendwie weiter bringt, wobei ich in Firmen erhebliche Vorteile sehe. Ich meine dabei aber nicht die Computer, die implizit gebraucht werden wie Fahrassistenten im Auto oder dererlei embedded Systeme. Ich denke aber, dass bewusster Einsatz von Computern aus mehreren Blickwinkeln schädlich ist.

Daher finde ich Querdenken nicht schädlich, aber mühsam.

Und ich bin der Meinung, Computer haben in der Schule eine erheblich unwichtigere Position als Mülleimer sie haben.

Gelesen 3964 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Februar 2015 13:52
Michael Schmid

Ich bin Inhaber der Firma it-dialog e.K. und entwickle seit 30 Jahren Produkte und leite seit 25 Jahren Projekte im Umfeld IT, Telekommunikation und Unternehmensorganisation, gerne auch als Interim Manager. Meine Erfahrung kombiniert mit Ereignissen der Gegenwart beschreibe ich journalistisch als Zeitzeuge; gerne über Dinge, die aus meiner Sicht auch besser laufen könnten. Ich hoffe auf Interessenten und Diskutanten

Webseite: www.it-dialog.com

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