Freelancer und Projekte

Donnerstag, 04 Juli 2013 10:26 geschrieben von 
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Die Entwicklung von neuen Produkten erschliesst viel Neuland und benötigt umfangreiche Erfahrung in verschiedenen Bereichen sowie ein fundiertes Grundlagenwissen.

Hätte Frau von der Leyen in 2009 externe IT Berater gehabt, wäre ihr das Missgeschick nicht passiert, eine völlig nutzlos- und wirkungslose Internetsperre zu bevorschlagen, die auf hauptsächlich technischem Unsinn basierte.

Mir gehts nicht um die Hintergründe für die Sperre, sondern die Art der technischen Planung, die offenbar von wenig informierten Personal empfohlen wurde. Ich kenne keinen IT-Freiberufler, der den Unsinn nicht sofort erkannte. Manche haben dann mit ihrem Wissen reagiert und der Unfug war vom Tisch.Würde so ein Unfug in der freien Wirtschaft geschehen, wäre ein auf dieser Wissensbasis geschaffenes Produkt möglicherweise der Sargnagel für das beauftragenden Unternehmen.

Wieso ist das so?

Normalerweise entsteht ein Produkt wie ein CRM System oder ein MediaReceiver so, dass es eine Reihe von Internen gibt, die sich damit befassen. Aber nicht nur bei der Entwicklung, sondern auch im Nachhinein beim "Lifecycle". Das heisst, diese Leute sind erstmal aus dem Dunstkreis der Neuentwicklung grösstenteils verschwunden.

Die Externen sind nach Erstellung des Produkts auch und in der Regel bereits schon wieder verschwunden und in neuen Firmen tätig. Etwa bei der Entwicklung von Kabelmodems oder in der Kryptografie oder wie aktuell ja bekannt. brauchen wir ja jetzt SEPA.

Aus dieser einfachen Darstellung resultiert (grob, es trifft nicht immer zu): Der Interne klebt an Langweiligem, der Externe verschafft sich neues Wissen.

Ich habe zum Beispiel eine Ausbildung in Weitverkehrstechnik (Richtfunk). Klar dass ich im Bereich von SAT-DVB-Technologie daher schon sehr viel Ahnung habe.

Aus dieser einfachen "Logik" resultiert, es ist für alle Parteien sinnvoll, sich der Dienste von Externen zu bedienen.

Diese Möglichkeit hat die Deutsche Telekom aber nun in Zusammenarbeit mit den Parteien und dem Nichtbehandeln des Scheinselbständigkeitsgesetzes (wieder etwas, mit dem Frau von der Leyen befasst ist) in Deutschland mit erheblicher Unsicherheit beworfen.

Ich hoffe, dass der Rest der Welt weiss, und es ist nicht sehr schwierig, dieses Wissen zu bekommen, dass nur wenige Kriterien zu erfüllen sind, um nicht als scheinselbständig eingestuft zu werden. Sie finden alle Informationen im Internet. (Natürlich eher weniger bei den Werbe-Webseiten von Rechtsanwälten, da diese eher davon gekennzeichnet sind, ein Schreckensszenario zur Erwägen der Inanspruchnahme von deren Diensten aufmalen)

 

 

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Michael Schmid

Ich bin Inhaber der Firma it-dialog e.K. und entwickle seit 30 Jahren Produkte und leite seit 25 Jahren Projekte im Umfeld IT, Telekommunikation und Unternehmensorganisation, gerne auch als Interim Manager. Meine Erfahrung kombiniert mit Ereignissen der Gegenwart beschreibe ich journalistisch als Zeitzeuge; gerne über Dinge, die aus meiner Sicht auch besser laufen könnten. Ich hoffe auf Interessenten und Diskutanten

Webseite: www.it-dialog.com

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