Legales Vermeiden von Freiberuflern?

Mittwoch, 28 Januar 2015 13:31 geschrieben von 
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SPD's Klofenster Affäre  Januar 2015 SPD's Klofenster Affäre Januar 2015 Depositphotos

Wer hat Frau Nahles den Auftrag gegeben, sich an Arbeitsplätzen um Fenster im Klo zu bemühen? Wieso kümmert sich die SPD nicht darum, Versäumnisse vom "Basta-Kanzler" endlich zu beseitigen?

Die Ford-Werke in Köln, nur ein Unternehmen von Mehreren, beauftragt seit Jahreswende nur noch externe Mitarbeiter, die in anderen Unternehmen angestellt sind. Angeblich wegen Rechtsunklarheit um die Scheinselbständigkeit. Die Rechtsunklarheit, die Schröder neben vielen anderen hinterlassen hat. (Auch das derzeitige Griechenlanddebakel hat mit Schröder zu tun.)

Wir erfahren von Politikern laufend, dass die Rentenversicherung nicht mehr ausreichen würde. Für mich war dies vor 20 Jahren auch schon bekannt, als ich mich selbständig machte. Damals war ich sogar bei der damaligen BfA in Freiburg im Breisgau. Dort sagte man mir, man wolle mein Geld nicht, denn man könne mir später nicht genügend ausbezahlen. Klar, hätten sie mein Geld genommen, aber die Tendenz war auf deren Seite eher verhalten.

Dies geschah so bei einer Reihe freiberuflicher Kollegen ebenso.

Ich erlebe bei bei Unternehmen, die ich berate, sehr große Unsicherheiten und heiß laufende Telefone, ob sie Mitarbeiter zu verleihen hätten und das weder haben noch hätten.

Wir sind sowieo überrascht, weswegen festangestellte Mitarbeiter plötzlich bessere Lösungen bringen würden. Ich will das zwar nicht ausschliessen, aber deren Antrieb neue Dinge zu lernen und mein Antrieb dazu unterscheiden sich grundsätzlich. Viele der Arfbeiten, die ich in der Vergangenheit übernommen hatte, wollten die Festangestellten nicht übernehmen, weil sie ihrer Karriere geschadet hätten.

Zusammenfassend und in meiner Verständniswelt: Die Politik verbiegt den Markt der Freiberufler in unzulässiger Weise in dem sie nicht endlich zur Scheinselbständigkeit Klarheit bzw. Rechtssicherheit schafft.

In jedem Fall ist es ein Witz, dass wir ein Gleichbehandlungsgesetz haben, das Justitiare als weniger wichtig einordnen als eine Sozialversicherung, die eh kein Geld hat und langfristig Freiberufler noch mehr schädigt.

Freiberufler, die Lust haben, einen für sie wichtigen Verband zu gründen, mögen sich bitte bei mir per Formular im Bereich "Kontakt" melden.

Gelesen 6430 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 29 Januar 2015 10:56
Michael Schmid

Ich bin Inhaber der Firma it-dialog e.K. und entwickle seit 30 Jahren Produkte und leite seit 25 Jahren Projekte im Umfeld IT, Telekommunikation und Unternehmensorganisation, gerne auch als Interim Manager. Meine Erfahrung kombiniert mit Ereignissen der Gegenwart beschreibe ich journalistisch als Zeitzeuge; gerne über Dinge, die aus meiner Sicht auch besser laufen könnten. Ich hoffe auf Interessenten und Diskutanten

Webseite: www.it-dialog.com

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